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Die Marx Brothers Collection 5 DVDs

21.88


Warner Home Marx Brothers Collection (5 DVD s), USK / FSK : 12 + VÃ - Datum : 11.11.04.
  • 12 Bewertungen: 4.5




Die Marx Brothers Collection (5 DVDs)

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Alles super!
Ware kam wie beschrieben und auch sehr schnell bei mir an. Bin sehr zufrieden, vielen Dank!
 
  Marx Brothers immer wieder ein Vergnügen
Diese herrlichen Marx Brothers Kollektion eignet sich sehr gut, zum Einstieg in die absolute Klasse, welche diese Künstler auszeichnet. Aber nicht nur für Leute, welche noch nicht das Vergnügen hatten, die Marx Brothers kennen zu lernen, lohnt sich der Kauf dieser mit 5 DVDs bestückten Box.
Auch wenn ich persönlich die älteren Filme, wie "Animal Crackers", Cocoanut, etc., noch mehr liebe (da noch "verrückter" und anarchistischer), sind "Im Kaufhaus", "In der Oper", "Im Zirkus", etc. für Liebhaber exquisiter und anarchistischer Komik ein MUSS! Die Möglichkeit, diese Filme im Original (allenfalls mit Untertiteln) zu sehen, ist grossartig. Obowhl die deutsche Synchronfassung wirklich exzellent ist, kommt der geistreiche Wortwitz im Original natürlich noch etwas deftiger daher.
Für Lachen ohne Grenzen: Marx Brothers DVD einlegen, und sich in die Welt von Groucho, Chicco, Harpo und (z.T.) Zeppo Marx begeben!
Viel Vergnügen wünscht Urs F
 
ungschaut
Kurze Rede langer Sinn, Marx Brothers was denn sonst?
5sehr gute Filme immer wieder sehenswert.
Alles andere wurde bereits gesagt.
 
  "Wenn Sie Ihre Zähne verlieren, helfen wir Ihnen suchen." (Groucho als vermeintlicher Versicherungsvertreter)
"Duck Soup", für Puristen der beste Marx-Film überhaupt, war tatsächlich 1933 ein relativer Flop. Paramount und die Brüder trennten sich. MGM nutzten geschickt die Situation und verpflichteten sie für fünf Filme. Mit deutlich größerem Budget, einer Regiegröße wie Sam Wood (drehte u.a. "Wem die Stunde schlägt") und dem MGM-Vizepräsidenten Irving G. Thalberg an der Seite drehten sie "A Night at The Opera", eine haarsträubende Demontage der Institution Oper, nachdem sie schon in früheren Filmen heilige Kühe wie Diplomatie und Hochschulwesen geschlachtet hatten.

Kurz zur Handlung: Mailand, Otis B. Driftwood (Groucho Marx), Finanzberater der reichen Mrs. Claypool (Margaret Dumont), rät dieser in die New Yorker Oper zu investieren. Diese will nämlich den eitlen Startenor Lassparri engagieren. Das Herz der Sopranistin Rosa (Kitty Carlisle) gehört aber dem Tenor Ricardo (Allan Jones). Unterstützung erhält dieser auch von seinen Freunden Fiorello und Tamasso (Chico und Harpo Marx). Als blinde Passagiere reisen die drei mit nach New York (nette Anleihe an "Monkey Business") und sorgen bei Lassparris Debüt in New York für Chaos, bringen den Leiter der Oper (Sig Rumann) zur Verzweiflung und verhelfen Ricardo zur Chance, sein Talent zu zeigen.
Mit Blick auf den Geschmack des Publikums wird die Geschichte um eine romantische Liebesgeschichte erweitert (da Zeppo die Truppe verlassen hatte, spielt nun Jones den jugendlichen Liebhaber), ohne den anarchischen Witz der Brüder zu schmälern. Der besondere Erfolg des Films dürfte auch Thalbergs Erfindung der Sneak-Preview sein. Zum ersten Mal wurden normale Zuschauer in Überraschungsvorführungen mit einem noch nicht fertig gestellten Film konfrontiert, so dass die erfolgversprechendste Version in die Kinos kam.

Genau genommen besteht der Film nur aus Lieblingsszenen: Driftwoods Kabine ist mit drei blinden Passagieren zwar schon überbelegt, was ihn nicht hindert, immer mehr Leute in seine Kabine zu bitten. Zur Tarnung nehmen die drei blinden Passagiere die Identität dreier sowjetischer Luftfahrtpioniere an, Chico begründet herrlich absurd, warum sie ausgerechnet das Schiff für ihre Reise genommen haben. Bei einer Hausdurchsuchung in New York räumt das Quartett die Wohnung so lange um, dass der Polizist an seinem Verstand zu zweifeln beginnt. Harpo, der zunächst wenig in die Handlung eingegriffen hat (diesmal trägt er keinen Regenmantel mit Dutzenden Taschen, aus denen die seltsamsten Geräte entnommen werden könnten), bestreitet fast alleine das Finale in der Oper, in der er vollkommen enthemmt zunächst im Orchestergraben den Dirigenten angreift, als Statistin auf der Opernbühne für Unruhe sorgt und dann in schwebender Höhe fast im Sekundentakt die verschiedenen Vorhänge über der Bühne wechselt.

Eine überlange Musikeinlage (Jones mit eigener Stimme und Chor, Chico mit Pistolenfinger am Klavier, Harpo an der Harfe) von insgesamt 10 Minuten nimmt zwischenzeitlich etwas Tempo raus, sie wirkt im Nachhinein etwas absurd, da sich die Marxens gerade im Film zuvor über die Musikfilme der 30er lustig gemacht hatten. Aber weder sie noch der "romantic touch" können das Vergnügen ernsthaft stören.

Die "Oper" ist übrigens der einzig Marx-Film, der in den 50ern in die deutschen Kinos kam. Fast alle anderen erlebten erst 1967 eine Fernsehpremiere beim WDR und kamen später in die Programmkinos. Die deutsche Synchronisation ist akzeptabel, aber an manchen Stellen nicht ganz so nah dran am Original wie spätere Bearbeitungen anderer Filme. Ein Witz, der sich um die Ähnlichkeit der Begriffe sanity clause (Zurechnungsfähigkeitsklausel) und Santa Claus (Nikolaus) dreht, ist ohnehin nicht wiederzugeben. Da der Film über üppig Untertitel verfügt, dürfte es kein Problem sein, dem Original zu folgen.

Als Extras gibt es einen Audiokommentar von Leonhard Maltin, die 34-minütige Dokumentation "Marks on Marx" ein fünfminütiger Fernsehauftritt von Groucho aus dem Jahr 1961, zwei MGM-Kurzfilme aus den 30er Jahren (10 bzw. 20 Minuten, in einem brüllen die Brüder wie der Löwe aus dem MGM-Logo) und den Originaltrailer. Optinale deutsche Untertitel sind vorhanden (nur für den Audiokommentar nicht). Die Bild- und Tonqualität ist gemessen am Alter des Materials gut. An zwei oder drei Stellen ruckelt der Film kurz.

Schön! Gerade für Neu-Marxisten der ideale Einstieg.
 
der bessere Marx
Wenn die vier Brüder Marx (deren Vorfahren aus Ostfriesland stammen) den geistigen Überbau für die russische Revolution geliefert hätten, es wäre vielleicht genauso anarchistisch gewesen, aber die Menschen hätten etwas zu lachen gehabt.
Wer behauptet er hätte Humor und kennt die Marx Brothers nicht, der lügt.