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Personal Jesus

10.55


Zweifellos gehört Nina Hagen zu den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten, die Deutschlands Pop - Szene je hervorbrachte.

Ihre Skandale, Exzesse und bisweilen befremdlichen Gedanken sind bekannt, ebenso wie die Vorliebe für junge Männer in den Zwanzigern.

Weniger bekannt ist die hohe Intelligenz der 1955 in Ost - Berlin geborenen Exzentrikerin mit dem schrägen Humor und dieser unglaublichen Stimme, die ungefähr jede mögliche und auch ein paar unmögliche Tonlagen trifft.

Mit zunehmendem Alter wurde das Gesangsorgan der einstigen Punk - Röhre aus der DDR immer rauchiger.

Was bietet sich da mehr an, mit Personal Jesus ein Album mit Traditionals und Klassikern des Country, Gospels und Blues aufzunehmen, was der schrillen Exzentrikerin erstaunlich gut gelingt.

Auf den ersten Blick verwirrt es etwas, dass Nina Hagen Songs auswählte, in denen die Themen Gott und Jesus überwiegen.

Immerhin ist die ehemalige Punk - Röhre aus der DDR bekannt für ihre Leidenschaft für alles Außerirdische.

Im Jahr 2009 aber ließ sich die sprunghafte Pop - Diva im Alter von 54 Jahren in Schüttorf evangelisch taufen.

Somit ergibt die Selektion der Lieder aus der Feder von Depeche Mode, Elvis Presley oder Woody Guthrie auch inhaltlich einen Sinn. Überraschend ist, dass Nina Hagen bis auf ein paar ganz wenig schrille Töne auf Eskapaden verzichtet und den Bariton rausholt.

Überraschend ist auch, wie respektvoll die Lieder hier interpretiert.

Es muss also kein Country - Fan aus dem Sattel fallen.

- Sven Niechziol .
  • 20 Bewertungen: 4.0




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10.55

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Ich gebe nichts auf Rezensionen
und ich weiß auch warum..vor allem die Rezensionen von sogenannten Experten..die ihre ergüsse in Musik-Magazinen zum Besten geben..
bei vielen kann man auch sagen das gut gemeint nicht gut genug ist..da werden pesönlich Affinitäten ausgelebt und nicht ein neues Album rezensiert. Und auch bei vielen rezensionen werden persönliche Abneigungen zu etwas stilisiert was sie nicht sind..nähmlich allgemein gültig..und das ganze mit nterstellungen zu garnieren ist durchschaubar
man kann sagen das man Nina Hagen mögen muss um das Album zu mögen..
und an alle die Nina Hagen hassen eine Bitte..kauft euch doch einfach Musik von anderen Musikeren..vielleicht ist ja die mediengeile Lady GaGa eher euer Ding...?? wer weiß ?
Also ich finde das Album ist mal wieder eines der guten die Nina Hagen abgeliefert hat..mir gefällt es sehr gut..denn sie nimmt sich bewußt zurück und fällt nicht wie so oft ins Extrem..
Also ich kann das Album allen Nina Hagen Fans nur wärmstens an Herz legen..und allen anderen..ihr könnt ja Matk Medlok oder menowin fröhlich hören..oder was auch immer :)))
 
  great Platte!!!!
Diese Platte ist magisch !!! Nina Stimme ist superb und die Musik swing, blues!!!Sie lieben Gospel und Musik , kaufen Sie diese Platte!!
 
Gut gegrölt - das war's dann

Ein Freund hatte wegen eines Zeitungs-Features über Frau Hagen die Platte gekauft und lieh sie mir aus. Diese Besprechung beschränkt sich auf den Höreindruck - richtige Töne, Musikalität, Gefühl und - wenn's geht - Geschmack. Man wird also zur persönlichen "Geschichte" der Frau Hagen eher in anderen Rezensionen etwas finden.

Gestern habe ich die neue Casting-Show von X-Factor angeschaut. Wenn da jemand antritt, mache ich die Augen zu und lausche. Genauso habe ich es mit dieser Scheibe getan.

Die Intonation entspricht mittlerem Bohlen-Niveau. Titel und Arrangements liegen deutlich auf der nervigen und gewöhnlichen Seite - viele Kleinstadt-Hochzeitsbands spielen deutlich witziger. Es gibt keine Bögen, keine Originalität, keine Dynamik und in all dem eine ziemlich eintönige Stimme einer Frau, die es ganz offensichtlich versteht, ihre Musikalität zu verbergen.

Die meisten Titel werden in Mittelwest- bis Südost-Arrangements gespielt - bis zur Mundorgel. Manches erinnert an Gospel, Blues, Cajun, oft irgendetwas Stampfendes mit Steel-Guitar und Banjo. Alles ist stumpf & stur rhythmisiert, als ob man die Anfängerkurse einer Tanzschule damit beglücken wollte. Dynamik, Breaks oder irgendeine Form von Raffinesse? Fehlanzeige.

Darin die verrostete Röhre der Nina, die ebenso wie Ihre Augen und ihr Mund eigentlich eine Überbetonung wirklich nicht mehr nötig hätte. Sie singt nicht falsch, aber - wie auch die Band - monoton und gefühlsarm. Alleine nach dem Höreindruck könnte man sagen, sie arbeitet sich da durch, ohne dabei irgend etwas zu empfinden. Viele Phrasierungen sind übertrieben, überhaupt wirkt das Meiste zu dick aufgetragen und vor allem seelenlos. Ich glaube ehrlich nicht, dass eine unbekannte Bewerberin in einer Castingshow mit solchen Leistungen weiter käme, weder bei Bohlen noch bei Sarah Connor noch sonstwo.

Beim kurzen Vorhören im Amazon-Katalog hatte ich noch keine feste Meinung, aber wenn man sich diese Tortur in voller Länge auf einer Top-Anlage antun muss, bedauert man schon angesichts der Myriaden guter CDs die Zeitverschwendung. Nun, die Gebrauchtpreise sind noch hoch, man verliert wenigstens nicht viel Geld, wenn man später den Kauf bereut.

BEWERTUNG: "Nur für harte Fans" (2 Sterne) (Rez. 278, rev. 30.8.2010)
 
  Seeelefantös
Jahrelang veranstaltete die Sängerin "Indische Nächte", erzählte, dass sie bereits zu DDR-Zeiten mit einem roten Stirnmal durch die Gegend gelaufen sei, nahm sogar ein indisches Album mit Mantren auf und flog immer wieder zu ihrer indischen Sekte, die sich um einen Babaji dreht. Über diese Erlebnisse in Indien hat Frau Hagen sogar einen Film gedreht "Om Gottes Willen", der diesen Babaji, als er noch unter uns weilte, u. a. mit einer kleinen Peitsche zeigt, mit der er Steine tragende Menschen, die diese Steine einen kleinen Hügel hinauf transportieren, schlägt. Ein unsympathisches Wesen, dass auf einmal dagewesen sein soll (saß in einer Art Höhle) und dann aber ganz normal menschlich verstarb.
Inzwischen ist Nina Hagen wieder beim christlichen Glauben gelandet und hat sich auch taufen lassen. Auf dem neuen Album dreht sich nun alles um Gott und zwar wie man ihn aus dem Christentum kennt. Die dunklen Seiten des Alten Testamentes werden natürlich nicht besungen - ebenso wenig die dunklen Seiten der Machtorganisation Kirche.

In Interviews und zu Promotionzwecken erzählt Nina Hagen, sie habe nun endlich eine Gospelplatte machen dürfen. Fand ich interessant, denn ihren ca. 20 Jahre alter Song "Hold me" (Rock-Gospel) fand ich damals durchaus gelungen und gut gesungen.
Leider stellt sich die "Platte" eher als ein Blues, Rock, Country-Album heraus, wobei Gospel nur in zarten Ansätzen manchmal erklingt und wenn, dann auch noch leider äußerst künstlich dahingeträllert.
Auf dem Album sind mehr und weniger bekannte Coverversionen. Eine der bekanntesten dürfte der Titelsong "Personal Jesus" sein, einer der großen Depeche Mode Hits, der auch klasse von Johnny Cash gecovert wurde. Für mich noch einer der Titel, den man am ehesten als "gelungen" bezeichnen könnte. Musikalisch rock-bluesig und wie eine Studio-Live-Version umgesetzt.
"Help me" im Original von Elvis Presley hätte mir gefallen können, klingt nur von Hagen mit grauenhaften Hawaii-Country-Gitarren und einem "any mooooo hoooooo hhhooorree" wie es vor 25 Jahren der Seeelefant bei "Urmel aus dem Eis" besser hinbekam, wesentlich schlechter als das Original.
Überhaupt ist der einstmals strahlende Gesang (zu Zeiten der Nina Hagen Band, dem US-Album NunSexMonkRock, aber auch später noch mit Produktionen wie "Street") leider ein großes Minus. Die Stimme klingt müde, erkältet, rauh, atemlos - gesanglich wird nicht mehr nach oben gekiekst sondern brummelnd und pathetisch moduliert.
Einerseits ist es schön, wenn eine Künstlerin ihre Vielseitigkeit im Laufe von vielen Jahren immer wieder darstellen kann - nur sollte es entsprechend "stimmiger" und überzeugender ausfallen. Da klingt das Album mit den indischen Mantren besser und authentischer und man kann nur hoffen, dass es - nachdem auch noch wieder eine neue, religiös gefärbte Autobiographie mit Hör-CD erschienen ist - nicht auch noch ein Weihnachtsalbum geben wird.
Aus meiner Sicht eher für den Fankreis und gläubig Interessierte geeignet.
 
Pfui Mastering Engineer !!!
Mir gefällt dieser Ausflug Nina Hagens in für sie fremde musikalische Gefilde sehr. Die Texte muss man ja nicht alle ganz ernst nehmen. Die Dame hat ja häufig extreme Ansichten. Aber wer diese CD durch das Mastering so verhunzt hat gehört erschlagen. Alles totkomprimiert. Was im Auto oder MP3-Player noch gehen mag macht auf einer erwachsenen Anlage keinen Spass.